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Ich bin jetzt auch mal Fanta-Rainer

"Nö, ich trink nichts, ich bin straight edge", sagte ein Partygast gestern. "Der Alkohol tötet viel zu viele Gehirnzellen", ein anderer. Und ich dazwischen und lasse mir Kümmerling in meine Tasse voller Fanta kippen. Ja, die Frau hat Stil.
Langsam fühle ich mich wirklich wie in einem dieser amerikanischen High School-Filme, die ich so gerne zitiere. Spätestens, als Mike albern verkicherte Videos mit uns drehte, in welchen wir für unsere Blogs werben wollten und mit unseren historischen Fachkenntnisse in Sachen Robespierre (der ist gestern nämlich vor 212 Jahren guillotiniert worden) angaben. Als ich auf ein "Du siehst hübsch aus mit deiner Brille" mit "Danke" antwortete und mein Gegenüber schnellstmöglichst stehen ließ. Als gegen halb fünf der allgemeine Kater einsetzte und nur noch Jan unermüdlich die Haare zu Pennywise hin und her schleuderte, während der Mitbewohner auf dem Sofa an prägnanten Stellen engagiert seine Faust in die Luft reckte. Wir hatten keine roten Plastikbecher für das Bier, niemand wollte Strippoker spielen und auch Stiffler's Mum kam nicht überraschend zu Besuch. Gut war es trotzdem. Oder gerade deshalb.
Unangenehm nur der Morgen danach, an dem man nassgeschwitzt mit Schwindelgefühlen aufwacht. Ich hätte so viel besseres zu tun, als mich selbstmitleidig auf dem Bett herumzuwälzen und zu hoffen, dass es nicht schwappt. Und zu verdrängen, dass ich in ein paar Stunden schon wieder los in Richtung Timid Tiger muss. Diesmal aber wirklich nur mit Fanta.
29.7.06 13:28


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... denn das wäre nicht mein Fachgebiet

Nein, denn zu Liebesliedern kann man doch nicht so gut tanzen. Und nachdem ich heute morgen mit immer noch schmerzenden F??en und in bizarren Verknotungen vom Kopf abstehenden Haaren aufwachte, war ich genau damit besch?ftigt, gestern Nacht, in dieser unglaublich warmen Disco mit dem Saunaeffekt. "Los, wir tanzen zu jedem Song, als sei es unser Lieblingssong, damit wir aussehen, als seien wir total versunken ins Tanzen" war der Plan und wenn man zus?tzlich auch noch die Texte mitbr?llen kann, umso besser! Dann darf ich mich nur nicht wundern, wenn meine Stimme am n?chsten Morgen versagt und meine Mitbewohnerin mit einem heiseren Kr?chzen anstatt eines fr?hlichen "Guten Morgen!" begr??e.

Da war dieser gro?e blonde Mann mit Brille, der mich frappierend an jemanden aus meiner alten Schule erinnerte, was ich allerdings aufgrund der 6 Stunden Fahrtzeit zwischen meiner alten Schulue und mir nicht f?r m?glich hielt. M?glich war es dann doch, ein typischer Fall von "die Welt ist klein", der erste in diesem Jahr. Letztes Jahr hatte ich doch ganz gut vorgelegt mit der Marburger Ex-Tutorin, die ich in Potsdam auf einem Konzert traf, dem Schulfreund, dem ich bei einem Berlin-Besuch auf der Oranienburger Stra?e begegnete, oder den Blognachbarn, die mir in Hamburg auf die Schulter tippten, nachdem ich meiner Begleiterin versichert hatte, heute w?rden wir garantiert niemanden treffen, den ich aus dem Internet kenne. Gestern zumindest blieb mir keine Zeit, mir ein wehm?tiges Tr?nchen aus den Augen zu wischen. Ich war viel zu besch?ftigt damit, mit meinen bl?dsinnigen FlipFlops auf Bierlachen festzukleben, Bierflaschenscherben aus meiner Ferse zu ziehen und mir von dem Mann mit Polohemd, der den Unterschied zwischen Tanzen und Rugby noch nicht ganz verstanden hatte, auf die Zehen treten zu lassen. Was mich zu der Schlussfolgerung bringt: Nie wieder mit FlipFlops in die Discothek! Selbst bei 40?C und im Bananenr?ckchen - nirgendwo hin ohne meine Turnschuhe.

Ja, von wegen Lernen. In zwei Wochen habe ich aber vermutlich den Spa? am Partymarathon verloren und wende mich den ernsten Dingen des Lebens, den Schelmen- und Heimatromanen und der Melancholie zu. Versprochen.
27.7.06 12:12


Dies ist kein Liebeslied

Please don't talk to me I fall in love so easily (My darling YOU!)

Gleich melde ich mich zur Zwischenprüfung an, bin höllisch nervös, dass ich etwas vergessen haben könnte und hätte gern wahlweise eine Flasche Wein oder jemanden zum Händchen halten.
24.7.06 11:39


Morgens und abends zu lesen



Ja. Ich bin kitschig.
Und dann grad das Gedicht, das sowieso jeder kennt.
Worum es mir geht, Brecht ist toll. Ab jetzt Tage zählen bis zum Wintersemester und zum Brecht-Seminar.
22.7.06 23:38


Es ist wie die U-Bahn, die nicht kommt, oder der Mut, den man nicht hat

Ich möchte irgendetwas für dich sein

denke ich und frage mich gleichzeitig, warum es so schwer ist, einen vernünftigen Satz zu formulieren, wenn der junge John Lennon mit dem weißen durchgeschwitzten T-Shirt schon einmal neben einem steht, nett gelächelt und einen seltsamen Satz gesagt hat.

Nein, reden kann man nur mit dem Mann mit dem merkwürdigen Spitznamen, dessen T-Shirt - immerhin - ebenfalls durchgeschwitzt war. Vielleicht ist es einfach zu warm für Experimente.
21.7.06 19:48


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